Sind ein bestimmter Inhalt und eine Begründung notwendig?

Kündigungsschreiben ohne Kündigungsgrund

Ist im Kündigungsschreiben kein Kündigungsgrund genannt? Das ist grundsätzlich unschädlich und führt nicht zur Unwirksamkeit der Kündigung. Eine Ausnahme gilt bei der Kündigung eines Ausbildungsverhältnisses nach Ablauf der Probezeit (§ 22 BBiG – Berufsbildungsgesetz.)

Kostenlose Erstprüfung

Zu Ihrer Kündigung erhalten Sie unverbindlich eine kostenlose Erstprüfung.
Kontakt: 030 / 220 122 219 oder blitzkontakt(Replace this parenthesis with the @ sign)aakb.de

Mitteilungspflichten des Arbeitgebers

Praktisch besteht kein isolierter Anspruch auf Nennung des Kündigungsgrundes. Selbst eine fristlosen Kündigung muss zunächst nicht begründet werden. Der Arbeitgeber ist nach § 626 Absatz 1 Satz 3 BGB lediglich auf Verlangen verpflichtet, die Kündigungsgründe schriftlich mitzuteilen. (Diese Verpflichtung gilt übrigens auch bei einer fristlosen Eigenkündigung für den Arbeitnehmer.)

Ferner ist der Arbeitgeber bei Ausspruch einer betriebsbedingten Kündigung auf Verlangen verpflichtet, die vorgenommene Sozialauswahl darzulegen. Kommt der Arbeitgeber diesen Mitteilungspflichten nicht nach, führt dies jedoch nicht zur Unwirksamkeit der Kündigung, sondern kann allenfalls einen Schadensersatzanspruch auslösen. Spätestens im Laufe des Kündigungsschutzverfahrens muss der Arbeitgeber die Kündigungsgründe nennen, im einzelnen darlegen und beweisen.

Kündigung ohne "Kündigung"

Fehlt das Wort “Kündigung”? Ein Kündigungsschreiben muss nicht zwingend das Wort “Kündigung” enthalten; weder im Betreff noch im Kündigungstext selbst. Erforderlich ist nur, dass der Kündigungswille klar und unzweifelhaft zum Ausdruck kommt.

Ausreichend könnte also etwa auch folgende Formulierung sein: “Hiermit beenden wir das mit Ihnen bestehende Arbeitsverhältnis fristgerecht zum 30.09.2014.” In der Praxis sind solche Fälle, in denen der Arbeitgeber auf das Wort “Kündigung” verzichtet, allerdings äußerst selten.