Arbeitsrecht

Was umfasst der Begriff des Arbeitsrechts und in welchen Gesetzen und Normen ist es geregelt?

Unter dem Begriff des Abeitsrechts versteht man im allgemeinen die Regelungen der Rechtsbeziehungen zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern (sog. Individualarbeitsrecht) sowie zwischen Arbeitgebern und Arbeitgeberverbänden einerseits und Betriebsräten, Personalräten oder Gewerkschaften andererseits (sog. Kollektivarbeitsrecht).

Anders als in einigen anderen Ländern, wie etwa Polen oder auch vormals in der ehemaligen DDR, wird das Arbeitsrecht in Deutschland nicht in einem einheitlichen und umfassenden Gesetz im Sinne eines Arbeitsgesetzbuches geregelt, sondern besteht aus der Summe zahlreicher verschiedener Rechtsquellen.

Hierzu gehören unter anderem auch der Arbeitsvertrag selbst, Betriebsvereinbarung und Tarifvertrag sowie eine Vielzahl von Einzelgesetzen, wie etwa das Bürgerliches Gesetzbuch (BGB), das Kündigungsschutzgesetz, Arbeitszeitgesetz oder das Mutterschutzgesetz sowie Tarifvertragsgesetz und Betriebsverfassungsgesetz. Für das Arbeitsrecht sind aber auch das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland und das Recht der Europäischen Union maßgeblich. Weitere einschlägige Normen finden sich im Arbeitszeitgesetz, dem Bundesurlaubsgesetz, SGB IX und dem Bundeselterngeldgesetz. Das Arbeitsgerichtsgesetz enthält wesentliche Bestimmungen zu Inhalt und Verfahrensablauf eines arbeitsgerichtlichen Verfahrens. Schließlich haben auch die Urteile und Entscheidungen der Rechtsprechung in der arbeitsrechtlichen Praxis eine wichtige Bedeutung.

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